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Buxtehude jenseits der Orgel
Autor: Michael Zywietz (H.)
Einzelpreis: € 39,00  
Erscheinungstermin: 2008     ISBN: 978-3-201-01897-5

Graz 2008, 168 Seiten, 18,5 x 27,5 cm,
zahlreiche Notenbeispiele und SW-Abbildungen, Broschur.

Die große stilistische Vielfalt, mit der Buxtehude in den Kantaten Textstrophen vertont, und die Variabilität zwischen Dehnung und Drängung, zwischen weitausgreifendem Konzertieren und dicht am Strophentext ausgerichtetem Wort-Ton-Verhältnis, ist bei weitem noch nicht hinlänglich untersucht. Anders als im Zusammenhang mit anderen bedeutenden Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts stehen für Buxtehude noch weiterführende Forschungen der Art aus, die Person und Werk in den kulturgeschichtlichen Kontext einzubetten versuchen.

Wie erkenntnisfördernd dies zu sein vermag, zeigen beispielhaft die mit großer Vehemenz geführten zeitgenössischen Debatten um Fragen der Musik- und Harmonielehre, welche auch veranschaulichen, wie stumpf und unzulänglich das gerne als ultima ratio angesehene Unterscheidungsmerkmal der Modernität ist. Wenn es wirklich zutreffen sollte, dass Buxtehude vor seiner Lübecker Anstellung keine Vokalwerke komponiert hat, stellt sich die Frage nach den Lübecker Rahmenbedingungen und Einflüssen mit um so größerer Dringlichkeit. Hinsichtlich des nachgewiesenen Repertoires in Helsingør und Lübeck gleicht sich der Befund in so auffallender Art und Weise, dass sich die Vermutung aufdrängt, Buxtehude habe die Verhältnisse in Lübeck maßgeblich nach seinen Bildungserlebnissen in Helsingør zu gestalten gewusst.

Mit dem System der Rhetorik zwar aus der eigenen Zeit in der Lateinschule hinlänglich vertraut, gehörte Buxtehude qua Amt nicht zu jenem Milieu protestantischer Kantoren, das – offenbar systemfreudig – die Rhetorik in Gestalt der Figurenlehre in den Dienst einer lehr- und lernbaren Musikübung stellte. Aus diesem Umstand dürfte auch zu erklären sein, warum sich kaum Beispiele für musikalische Figuren in Buxtehudes Vokalmusik nachweisen lassen und seine Vokalmusik anderen, noch nicht genug bekannten, Prämissen gehorcht. In gewisser Weise dürften die Vokalwerke Buxtehudes, anders als die in zahlreichen Quellen überlieferten Werke für Orgel, als querständig zu den zeitgenössischen Tendenzen der protestantischen Kirchenmusik empfunden worden sein.

Buxtehudes Sprachvertonung nimmt kaum Bezug auf die Figurenlehre und bedient sich stattdessen eines allegorischen Bezuges, der im Moment der Aufführung das Bezeichnete sinnfällig werden lässt. In der Bindung an die Strenge der Form entsteht eine exquisite Ausdruckskunst, die einen zentralen Aspekt ihrer Wirksamkeit erst aus der Kunst des Virtuosen gewinnt.

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