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Geschichte der Literatur in Österreich 1: Die Literatur des Früh- und Hochmittelalters
Autor: Fritz Peter Knapp
Einzelpreis: € 9,90  
Erscheinungstermin: 1994     ISBN: 978-3-201-01611-7

in den Bistümern Passau, Salzburg, Brixen und Trient von den Anfängen bis 1273
(Geschichte der Literatur in Österreich, Band 1)

666 Seiten und 16 Tafeln, Format: 18,5 x 27,2 cm, Leinen mit Schutzumschlag.

Der erste Band der Reihe Geschichte der Literatur in Österreich widmet sich der Darstellung des mittelalterlichen Literaturbetriebes vor Beginn der habsburgischen Herrschaft. Die Beschränkung auf die Bistümer Passau, Salzburg, Brixen und Trient erlaubt erstmals eine Erfassung der gesamten Literatur, der lateinischen und der deutschen.
Im Zentrum der Ausführungen steht die Dichtung in beiden Sprachen, stehen die liturgischen Hymnen, geistliche Spiele, Vagantenlieder, die Minnelieder Walthers von der Vogelweide und Ulrichs von Liechtenstein, das Nibelungenlied, die höfischen Versromane, die Versnovelle Helmbrecht usw. Darüber hinaus werden aber möglichst alle Schriftdenkmäler, soweit sie sich nicht in ihrer Gebrauchsfunktion erschöpfen (wie Urkunden, Arzneibücher u. a.), berücksichtigt.
Am Ende der jeweiligen Kapitel zeigt der Autor in einer Zusammenschau unter regionalem Aspekt das Wechselverhältnis der Gattungen und der beiden Literatursprachen sowie die Entwicklung des literarischen Bedarfs und Geschmacks in den genannten Gebieten auf.

Der Autor
Univ.-Prof. Dr. Fritz Peter Knapp, geboren 1944, studierte in Wien und Tübingen Germanistik und Klassische Philologie. 1973 erwarb er die Lehrbefugnis für Ältere deutsche Sprache und Literatur sowie für Vergleichende Literaturgeschichte des Mittelalters. 1982 wurde er auf ein Extraordinariat an der Universität Passau berufen.
Seit 1992 lehrte er als Ordinarius für Deutsche Philologie (Mediävistik) an der Universität Kiel, seit 1996 ist er als Professor an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg tätig. Im Mittelpunkt seiner Forschungen stehen die literaturtheoretischen und ideengeschichtlichen Voraussetzungen und die Wechselbeziehungen der wichtigsten Literaturen des Mittelalters, insbesondere der lateinischen, französischen und deutschen.
Aus dem Inhalt:
1. Kapitel:
Grundlagen und Vorgeschichte: Erste Spuren des Schrifttums zur Zeit der Kolonisation und Missionierung des deutschen Südostens.
Einleitung: Grundlagen der allgemeinen historischen Entwicklung - Mündlichkeit und Schriftlichkeit - Die kirchliche Organisation - Das Schrifttum der Klöster und Stifte - Das Profil der Epoche.
2. Kapitel:
Die Literatur in der Zeit vom Ausbruch des Investiturstreits bis zum Privilegium minus (1075-1156).
Einleitung: Grundlinien der allgemeinen historischen Entwicklung - Lateinische und deutsche Literatur - Das Profil der Epoche.
3. Kapitel:
Die Literatur zur Zeit der babenbergischen Herzöge und des Interregnums (1156-1273).
Einleitung
Abt. A: Die Literatur im Bistum Passau. Lateinische und deutsche Literatur. Anhang: Hebräische Literatur.
Abt. B: Die Literatur in den Bistümern Salzburg, Brixen und Trient. Lateinische und deutsche Literatur. Anhang: Hebräische Literatur.

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